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Tour 2006



Tour 2006 - Radrundfahrt (1060 km)


2006 hatte ich kein direktes Ziel für die Tour. Ich wusste nur, dass ich ca. 2 Wochen Zeit hatte und verschiedene Radwege kombinieren wollte.

  • Streckenübersicht:


Dingelstädt bis Naumburg (Unstrut- Radweg).
Naumburg bis Barby (Saale- Radweg).
Barby bis Havelberg (Elbe- Radweg).
Havelberg bis Niederfinnow auf normalen Straßen.
Niederfinnow bis Görlitz (Radweg Oder- Neiße).

Streckenlänge: 1060 km
Die Ausrüstung ist die gleiche wie 2005, da sich diese bewährt hat. Wer Tipps in dieser Richtung braucht sollte meinen Bericht von 2005 lesen.
Allerdings habe ich mir ein neues Rad zugelegt.

DIAMANT ELAN SUPREME

Alurahmen
Hydraulische Bremsen
Federgabel
(Einstell- und Abschaltbar am Lenker)
Vollausstattung
Preis: teuer



Tourtagebuch


  • 1. Etappe: Sonntag, 11.6.2006


Dingelstädt - Ritteburg, Länge: 130 km (Unstrut- Radweg)
Zugfahrt von Gotha bis Dingelstädt (Start des Unstrut- Radweges). Ab Dingelstädt mit dem Rad. Sehr warm, Gegenwind.
Abwechslungsreiche Strecke. Übernachtung Zeltplatz Ritteburg. Der Zeltplatz ist eine kleine Wiese neben der Schleuse.
Das Schleusenhaus wird auch als Gaststätte und Pension genutzt. Sehr netter Wirt. Übernachtung inkl. Dusche 5€. Diesen Zeltplatz habe ich auch in den folgenden Jahren immer wieder gern genutzt.



  • 2. Etappe: Montag, 12.6.2006


Ritteburg - Naumburg, Länge: 65 km (Unstrut- Radweg)
Wetter normal. Schöne Strecke, auch für Wochenendtouren mit Kindern geeignet. Ankunft auf Zeltplatz "Blütengrund". Hier mündet die Unstrut in die Saale. Übernachtung inkl. Dusche 9,50€.



  • 3. Etappe: Dienstag, 13.6.2006


Naumburg - Halle, Länge: 73 km (Saale- Radweg)
Den ganzen Tag über 30°C. In Halle zwei mal verfahren, da die Ausschilderung sehr ungenau ist.

Anmerkung:
Ich hatte mal gedacht, dass man sich bei den Flussweg- Radtouren nicht verfahren kann. Man braucht sich ja immer nur am Wasserlauf zu orientieren. In größeren Städten bekommt man den Fluss oft gar nicht zu Gesicht.Hier kann man leicht einmal ein Schild übersehen und man merkt erst sehr spät, dass man sich verfahren hat. Zum Beispiel habe ich mich 2004 in Jena (Saale- Radweg) mehrfach verfahren. Nachdem ich gar nicht mehr weiterwusste, hatte ich in einem Radladen nachgefragt. Hier bekam ich dann die Auskunft, dass die Studenten immer mal die Schilder verdrehen. So kann man dann in Jena seine Kreise ziehen.


Da ich in der Umgebung von Halle keinen Zeltplatz gefunden hatte, übernachtete ich in einer Jugendherberge. Die Übernachtung hat mit Frühstück 21€ gekostet. Dafür musste ich mir das Zimmer mit 7 Jugendlichen teilen, welche ihren Schulabschluss ausgiebig gefeiert hatten. Außerdem waren am nächsten Tag die Flaschenhalter von meinem Rad abmontiert. Das Rad stand in einem "abgeschlossenen" Kellerraum.
Ich werde in Zukunft Jugendherbergen also meiden.



  • 4. Etappe: Mittwoch, 14.6.2006


Halle - Barby, Länge: 100 km (Saale- Radweg)
Radweg vor und hinter Wettin sehr schlecht. Ansonsten schöne Gegend. Gegen Nachmittag Regen und Sturm.
Übernachtung in einer Pension.



  • 5. Etappe: Donnerstag, 15.6.2006


Barby - Schartau, Länge: 74 km (Elbe- Radweg)
Bekannter Radweg vom Jahr davor. Radweg führt durch Magdeburg. Kurz hinter Magdeburg die Wasserstraßenkreuzung von Elbe und Havelkanal.
Übernachtung auf dem Zeltplatz "Altkanal", inkl. Dusche 10€.
bedeckter Himmel, aber kein Regen.



  • 6. Etappe: Freitag, 16.6.2006


Schartau - Havelberg (OT Nitzow), Länge: 95 km (Elbe- Radweg)
Sehr schöne Landschaft. 2 mal Regenschauer. Heute keine Lust zum Zelten, daher Privatzimmer in Nitzow. Übernachtung inkl. Dusche und Frühstück 20€.



  • 7. Etappe: Samstag, 17.6.2006


Nitzow - Hammer (bei Liebenwalde), Länge: 125 km (Kein Radweg, nur Bundesstraßen)
Heute mal den ganzen Tag Regenschauer und Sturm. Muss auf den Bundesstraßen sehr aufpassen, besonders wenn ich von LKW's überholt werde. Jacke und Hose sind nun völlig durchgeweicht. Habe keine Pension gefunden, hatte auch keine Lust lange danach zu suchen. Habe daher einfach auf einem Bauernhof gefragt und konnte dort im Gästezimmer übernachten, meine Sachen trocknen und bekam am nächsten Tag ein tolles Frühstück. Musste nur das Frühstück bezahlen!



  • 8. Etappe: Sonntag, 18.6.2006


Hammer - Kienitz Nord, Länge: 115 km (Bundesstraßen, Oder- Neiße- Radweg)
Schiffshebewerg Niederfinnow an der Strecke. Ab Oder- Neiße- Radweg tolle Landschaft und unberührte Natur. Gegen Mittag endlich wieder Sonnenschein. In der Karte war in Kienitz Nord ein Zeltplatz eingezeichnet. Das war aber nur eine Wiese hinter einem Einfamilienhaus mit Platz für zwei Zelte. Betreiber des "Zeltplatzes" sind aber sehr nette Leute. Übernachtung mit Dusche 5€.



  • 9. Etappe: Montag, 19.6.2006


Kienitz Nord - Bresinchen, Länge: 118 km (Oder- Neiße- Radweg)
Das Oderbruch ist wirklich sehr schön. So richtig abgelegen. Kurzer aber heftiger Regenschauer auf freier Strecke. In den Radtaschen stand das Wasser. Danach wieder Sonne. Es dauerte bis zum Abend bis wieder die Ausrüstung wieder trocken war.
Wollte im dunkeln nicht erst lange nach einer Unterkunft suchen, habe daher in einem Hotel übernachtet. Man machte mir einen Sonderpreis (20€ inkl. Frühstück), ich weis allerdings nicht warum!?



  • 10. Etappe: Dienstag, 20.6.2006


Bresinchen - Padrosche, Länge: 110 km (Oder- Neiße- Radweg)
Sehr warmer Tag. Schöne Strecke mit vielen kleinen Imbissstellen. An einer Raststelle Visitenkarte mit Übernachtungsangebot gefunden. Übernachtung inkl. Frühstück für 15 €. Da lässt man doch gern mal das Zelt im Sack.
Nette Leute, tolles Frühstück....was will man mehr?



  • 11. Etappe: Mittwoch, 21.6.2006


Länge: 60 km (Oder- Neiße- Radweg)
Bis zum Bahnhof Görlitz, dann mit dem Zug nach Hause.
Der letzte Tag, zwiespältiges Gefühl. Einerseits freue ich mich auf zu Hause. Andererseits, wenn man sich erst einmal an ein Leben ohne Uhr gewöhnt hat, könnte es noch wochenlang so weitergehen.



  • Zusammenfassung


Sehr schöne Radtour. Wetter meist gut. Den Oder- Neiße- Radweg werde ich auf jeden Fall noch einmal fahren. Gesamter Radweg führt in Deutschland von Zittau (Erzgebirge) bis Heringsdorf (Usedom). Streckenlänge 575 km.
Bilder zur Tour auf meinem Blog.